Zu meiner Person

Schon in meiner Jugendzeit faszinierten mich die kleinen und großen „Geheimnisse“ in den Wiesen, Wäldern und auf den Talsperren meiner bergischen Heimat. Am Rande des historisch bedeutsamen Städtchens Wipperfürth aufgewachsen, widmete ich mich schon früh ornithologischen Themen und begann sehr bald mit einer einäugigen Spiegelreflexkamera und selbstgebastelten Teleobjektiven erste Tierfotos zu schießen. Die Ergebnisse waren dürftig, aber der Enthusiasmus ließ keine Zweifel aufkommen und aus der Unvollkommenheit wurde schließlich eine Passion. Später, als Diplomingenieur in einem großen Chemie- und Pharmaunternehmen sollte mir nur noch wenig Zeit verbleiben, dieses Hobby intensiver weiterzuverfolgen. Erst mit dem Vorruhestand eröffneten sich hierzu ganz neue Perspektiven. Der Umstieg vom geliebten analogen Mittelformat (Pentax 645N) auf die neuen digitalen SLR-Systeme (CANON, Pentax) brachte dann ab 2005 einen zusätzlichen Motivationsschub.


Zu meiner Motivation

Es ist die Faszination des ersehnten Augenblicks, wenn beim Blick durch den Sucher der Kamera und dem Auslösen des Verschlusses aus der eigenen Vision ein realistisches und jederzeit reproduzierbares Bild wird. Je nach technischen oder künstlerischen Maßstäben des Fotografen wird nun aber das fixierte Resultat seiner Vorstellung nahe kommen oder nur ein Belegfoto bleiben. So liegen gerade in der Naturfotografie - wegen der vielen Unwägbarkeiten - Glücksgefühl und Enttäuschung dicht beieinander. Gleichwohl erwächst aus der ständigen Auseinandersetzung mit der optischen Wirkung und technischen Qualität  der eigenen Lichtbilder ein fortwährender Ansporn, es beim nächsten Mal besser zu machen. Aus meiner Sicht darf die Naturfotografie dabei jedoch kein Selbstzweck bleiben, sondern immer da, wo möglich, dem Umwelt- und Naturschutz dienen.

Nicht nur die Natur selbst, sondern auch die Lebensgrundlage von uns allen ist mittlerweile durch die globalen Umweltveränderungen bedroht. Auch jenseits der Arktis sind bereits die dramatischen Folgen für Vegetation, Tierwelt und Menschheit zu besichtigen. Temperaturanstieg und Eisschmelze, Robbenjagd und Überfischung, Abholzung und Raubbau, all dies sind Faktoren, die uns einen deutlichen Hinweis auf die zukünftigen Lebensbedingungen auf unserem Globus vermitteln. Die großflächige Zerstörung der Natur schreitet rapide voran und die Artenvielfalt nimmt sichtbar ab. Der Prozess ist nicht aufzuhalten, aber er kann durch das Erkennen der Zusammenhänge und die Umsetzung kreativer Schutzmaßnahmen verzögert werden. Dies setzt allerdings ein allgemeines Bewusstsein für die Bedeutung unseres Naturerbes voraus. Denn Menschen bewahren nur das, was ihnen wichtig erscheint. Was könnte aber zur Vertiefung dieses Bewusstseins besser beitragen, als eindrucksvolle Naturfotos, die die Schönheit und auch Zerbrechlichkeit unseres Naturerbes zeigen.

© Dieter Wermbter

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