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© Dieter Wermbter

15.03.2013

Vortrag: „Wirkung des Klimawandels auf die Vogelwelt“

Landesgemeinschaft für Naturschutz und Umwelt NRW e.V. in Leverkusen

Ziel dieses Vortrags war es, mit Hilfe von Fotografien und Schaubildern die Folgen des Klimawandels, insbesondere für die Vogelwelt in Deutschland darzustellen. Die sich bereits seit langem abzeichnende Verlagerung von Klima- und Vegetationszonen durch den kontinuierlichen globalen Temperaturanstieg führt zwangsläufig auch in Europa zu Veränderungen der Verteilung und Zusammensetzung bei Flora und Fauna. D.h., es ist mit einer sich räumlich und zeitlich ändernden Zusammensetzung bisher bestehender Artengemeinschaften zu rechnen. Nur Arten, die in der Lage sind, sich in angemessener Zeit an die veränderten Umweltbedingungen anzupassen, werden profitieren. Durch lokales Aussterben oder Zurückdrängen auf verbleibende Nischen, andererseits aber auch Ausweitung von Lebensräumen oder Neuansiedlungen von Pflanzen und Tieren, werden neue Artengemeinschaften kombiniert. Wie empfindlich einzelne Arten mit geringen ökologischen oder genetischen Anpassungsvermögen gegenüber den neuen Standortfaktoren bzw. Lebens- und  Konkurrenzbedingungen reagieren, wird an Beispielen aus der Vogelwelt verdeutlicht.

In dem Vortrag konnte aufgezeigt werden, wie weit die Vogelwelt Mittel- und Nordeuropas schon heute betroffen ist und welche Entwicklungen noch zukünftig zu erwarten sind.

07.08.2013

Die Rhodopen - Heimat des Orpheus

Im Süden Bulgariens an der Grenze zu Griechenland, erheben sich die Rhodopen. Es ist ein ausgedehntes, stark gegliedertes Bergmassiv, das für seine Ursprünglichkeit, Mythen und Legenden bekannt ist. Neben der unberührten und einzigartigen Natur findet man dort alte und schon z.T. verfallende Dörfer, Klöster einer vergangenen Epoche, malerische Bergseen, wundersame Höhlen, große Karstgebiete und dichte Laub- und Nadelwälder vor.

Vor allem wegen des Artenreichtums an Tieren, Vögeln und Pflanzen reizte es mich schon lange, dieses Labyrinth aus Bergen, lieblichen Tälern und tiefen Schluchten zu erleben und für mich mit der Kamera zu erschließen. Ende Mai war es soweit. Mit Hilfe eines bulgarischen Veranstalters konnte ich eines der letzten Naturparadiese Europas durchstreifen und an ausgewählten Plätzen seltene Vögel, Insekten und Pflanzen fotografieren. Besonders einige Arten, die in Mitteleuropa bereits rar oder gar ausgestorben sind, findet man hier noch in erstaunlicher Vielzahl.

Wenn man jedoch die Tiefebenen zwischen Rila-, Balkangebirge und den Rhodopen durchfährt, ist der Wandel Bulgariens unverkennbar. Die „Segnungen“ der europäischen Agrarindustrie, mit ihren ausgedehnten Rohstoffplantagen (Mais etc.) haben ganze Regionen erfasst und werden das Land (wie einst Spanien) grundlegend verändern. Wie weit auch solche Naturparadiese wie die Rhodopen davon betroffen sein werden, bleibt abzuwarten, aber die Ankurbelung des Abenteuertourismus mit seinen modernen Risikosportarten lässt nichts Gutes erahnen.

Meine Tier- und Naturbilder aus diesem einzigartigen Bergland sind in der Galerie unter „Neue Bilder“ zu finden.


10.02.2014

Namibia - Die herbe Schönheit Südafrikas

Das Land „der großen Stille und der unendlichen Weiten“ bietet jedem Naturfotografen eine reiche Vielfalt an Motiven. Ob es die spektakulären Landschaften, der stahlblaue Himmel oder aber die tierreichen Nationalparks sind, man kann die Fülle der Eindrücke kaum bewältigen.

Meine Fotoreise führte mich im Oktober 2013 von Windhoek aus durch die Hochlandsavannen, Halbwüsten und die „große Randstufe“ bis in die Namibwüste mit ihren weltbekannten roten Dünen. Der Naukluft- und Sesriem-Sossusvlei-Nationalpark bieten hier den Fotografen besonders in den Morgen- und  Abendstunden das ersehnte Licht um die gigantischen Stein- und Sanddünen zum Leuchten zu bringen und angemessen in Szene zu setzen. Meine Reise führte mich weiter über die vom kalten Atlantik beeinflussten Küstenstädte Swakopmund und Walvis Bay und durch das kahle Erongo-Gebirge in den von Dornbuschsavannen und Salzwüsten geprägten Etoscha Nationalpark. Tierreichtum und Trockenheit sind die erstaunlichen Gegensätze, die hier zusammentreffen und die die wenigen Wasserstellen des Parks zu einem Highlight für Fotografen und Touristen werden lassen. Von den bekannten „big five“ fehlt hier nur der Kaffernbüffel. Dafür beherbergt der Park sowohl Breit-, wie auch Spitzmaulnashörner in erstaunlicher Anzahl. Von den 340 hier vorkommenden Vogelarten kann man dagegen von den Pisten aus nur wenige mit einer langen Brennweite erfassen.

Nach einem Besuch bei den San (Buschmänner), der ältesten ethnischen Gruppe Afrikas, ging es weiter durch die nordwestliche Kalahari, vorbei an der Kupferstadt Tsumeb und Grootfontein bis in das namibische Hochland bei Okahandja.

Eine 5-tägige Anschlusstour führte mich danach in die südafrikanische Kapregion, wobei neben Kapstadt selbst, der Besuch des „Cape-of-Good-Hope“ Naturreservats und der Brillenpinguinkolonie bei Simon´s Town weitere Höhepunkte waren. Ausgewählte Motive dieser Reise sind in der Galerie unter „Namibia“ zu finden.  

Bienenfresser (Merops apiaster) gehören zu den beliebtesten Fotomotiven von Naturfotografen. Die farbenprächtigen Exoten gehören zu den Zugvögeln, die den Winter in Afrika verbringen, die meisten von ihnen südlich der Sahara.

Im späten Frühjahr kehren sie zurück und suchen sogleich ihre Brutwände an Löß- und Lehmhängen auf. Sie sind in den Mittelmeerländern und auf dem Balkan weit verbreitet und profitieren inzwischen auch in Deutschland vom Klimawandel. Bereits seit den 1990er Jahren brüten sie im wärmeexponierten Kaiserstuhl und etwa seit dem Jahr 2000 auch an einigen Stellen in Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt. Ein paar wenige Brutpaare kann man sogar in NRW antreffen, so z.B. ausgerechnet in den Braunkohleabbaugebieten der Kölner Bucht, wie Garzweiler II.

Mitte Mai konnte ich die bunten und überaus lebhaften Vögel im Gebiet des Kaiserstuhls beim Graben ihrer Bruthöhlen und Jagen von Fluginsekten ablichten, und es war wieder ein Genuss, sie aus dem Tarnzelt heraus zu fotografieren.


28.06.2014

Die Exoten vom Kaiserstuhl

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