Naturfotografie

Dieter Wermbter

FOTOGRAF

MEINE MOTIVATION UND FASZINATION

Schon in meiner Jugendzeit faszinierten mich die kleinen und großen "Geheimnisse" in den Wiesen, Wäldern und auf den Talsperren meiner bergischen Heimat. Am Rande des historisch bedeutsamen Städtchens Wipperfürth aufgewachsen, widmete ich mich schon früh ornithologischen Themen und begann sehr bald mit einer einäugigen Spiegelreflexkamera und selbst adaptierten Teleobjektiven erste Tier- und Naturfotos zu schießen. Die Ergeb-nisse waren dürftig, aber der Enthusiasmus ließ keine Zweifel aufkommen und aus der Unvollkommenheit wurde schließlich eine Passion. Später, als Diplomingenieur in einem großen Chemie- und Pharmaunternehmen sollte mir nur noch wenig Zeit verbleiben, dieses Hobby intensiver weiterzuverfolgen. Erst mit dem Vor-ruhestand eröffneten sich hierzu ganz neue Perspektiven. Der Umstieg vom geliebten analogen Mittelformat (Pentax 645) auf die neuen digitalen DSLR-Systeme brachte bei mir, wie seinerzeit bei allen Profi- und Amateurfotografen einen zusätzlichen Motivationsschub.


Meine Motivation:

Es ist die Faszination des ersehnten Augenblicks, wenn beim Blick durch den Sucher der Kamera und dem Auslösen des Verschlusses aus der eigenen Vision ein realistisches und jederzeit repro-duzierbares Bild wird. Je nach technischen oder künstlerischen Ansprüchen des Fotografen wird nun aber das fixierte Resultat seiner Vorstellung nahe kommen, ein Belegfoto bleiben oder im digitalen Papierkorb landen. So liegen gerade in der Naturfotografie - wegen der vielen Unwägbarkeiten - Glücksgefühl und Enttäuschung dicht beieinander. Gleichwohl erwächst aus der ständigen Auseinandersetzung mit der optischen Wirkung und technischen Qualität der eigenen Lichtbilder ein fortwährender Ansporn, es beim nächsten Mal besser zu machen. Aus meiner Sicht darf die Naturfotografie dabei jedoch kein Selbstzweck bleiben, sondern immer da, wo möglich, dem Umwelt- und Naturschutz dienen. 

Nicht nur die Natur selbst, sondern auch die Lebensgrundlage von uns allen ist mittlerweile durch die globalen Umweltveränderungen bedroht. Auch jenseits von Arktis, Antarktis und den Regenwäldern sind bereits die dramatischen Folgen für Vegetation, Tierwelt und Menschheit zu besichtigen. Temperaturanstieg und Gletscher-schmelze, Gewässerverunreinigung und Überfischung, Abholzung und Raubbau, all dies sind Faktoren, die uns einen überdeutlichen Hinweis auf die zukünftigen Lebensbedingungen auf unserem Globus vermitteln. Die großflächige Zerstörung der Natur schreitet rapide voran und die Artenvielfalt nimmt sichtbar ab. Der Prozess ist nicht mehr aufzuhalten, aber er kann durch das Erkennen der Zusammenhänge und die Umsetzung kreativer Schutz-maßnahmen verzögert werden. Dies setzt allerdings ein allgemeines Bewusstsein für die Bedeutung unseres Naturerbes voraus. Denn Menschen bewahren nur das, was ihnen wichtig erscheint. Was könnte aber zur Vertiefung dieses Bewusstseins besser beitragen, als eindrucksvolle Naturfotos, die die Schönheit und auch Zerbrechlichkeit unseres Naturerbes zeigen. 


Equipment und Aktivitäten:

Seit vielen Jahren verwende ich verschiedene Canon Kamera-modelle wie die EOS 1DX , 7D Mark II und 40D sowie die zugehörigen EF-Objektive z.B. 4/500 L IS USM, 4,5-5,6/ 100-400 L IS USM II, 4/17-40 L, Macro 4/100 L und das Sigma Macro 2,8/150 DG HSM. Darüberhinaus benutze ich Manfrotto-Stative, Canon Blitzgeräte und Konverter, Tarnzelte und Ansitzhütten. Meine Fotomotive finde ich vornehmlich in Deutschland wie z.B. der Wahner Heide, dem Kaiserstuhl, den Rieselfeldern von Münster, der Bislicher Insel oder der mecklenburgischen Seenplatte. Foto- und Trekkingtouren führten mich aber auch innerhalb Europas nach Schottland, Finnland, Schweden, Norwegen, Spanien, Bulgarien und Ungarn. Auch in entfernteren Naturparadiesen wie Costa Rica, Namibia und Südafrika fand ich schon beeindruckende Motive.

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